Aktuelles

 

Gastvortrag am Institut für Neue Musik an der HfMT Köln
Simon Steen-Andersen

Am Donnerstag, den 25.01.2018 (10:00 - 11:30 Uhr, Raum 315) wird der dänische Komponist Simon Steen-Andersen (Aarhus/Berlin) in Köln zu Besuch sein, mit dem Vortrag: "Konkretes Hören? Bild vs. Ton & V-Effekt"

www.simonsteenandersen.dk

Der dänische Komponist, Performer und Installationskünstler Simon Steen-Andersen (geb. 1976) gehört zu den gegenwärtig bekanntesten und auf internationalen Festivals der Neuen Musik präsentesten Künstlern, der mit außergewöhnlichen Arbeiten immer wieder von sich hören macht.
Neben der Komposition von großbesetzten Orchesterwerken arbeitet er häufig theatralisch und intermedial mit Elektronik, Video, Licht, Szene und Text. Neben vielen anderen Preisen erhielt er erst jüngst 2017 den Mauricio Kabel Musikpreis des Landes NRW.

In seinem Vortrag "Konkretes Hören? Bild vs. Ton & V-Effekt" anderen HfMT Köln, thematisiert er verschiedene Überformungen der Sinnbereiche Sehen und Hören, sowie die Möglichkeit von deren künstlerischen Gestaltung, nicht zuletzt am Beispiel eigener Werke.

Schiffbruch. Perspektiven des musikalischen Scheiterns.

Jede Musiker/in kennt sie: die Angst vor dem Scheitern! Dennoch ist das Thema meist tabu. Scheitern wird gemeinhin mit Misserfolg und Fehlschlägen assoziiert. Zu gewichtigen Konzepten wie "Meisterwerk", "Genie" oder "Exzellenz" steht es im Widerspruch. Wer scheitert, versagt. Daher wird sich mit dem Gescheiterten, vermeintlich Wertlosen, eher ungern beschäftigt - auch im Fokus wissenschaftlichen Interesses steht es nur selten. Doch weil das Scheitern ein unvermeidlicher Teil des privaten, öffentlichen, und besonders künstlerischen Lebens ist, lohnt es sich, den Blick gezielt darauf zu richten. Dadurch lassen sich Wege eröffnen, mit Scheitern neu umzugehen, Ursprünge und Ursachen besser zu verstehen und es eventuell auch als Chance zu begreifen. Die Vortragsreihe ist daher ein Plädoyer für die intensive Auseinandersetzung mit dem Scheitern. Unter anderem stellen Referent/innen der Bildungstheorie, Psychologie, Biographieforschung und des Verlagswesens ihre Perspektiven in Vorträgen und anschließenden Diskussionen vor.

Termine 25.10., 15.11., 6.12., 13.12.2017, 10.01., 17.01., 24.01.2018|Raum 13| 15.15 Uhr

Prof. Dr. Sabine Meine am IHM

Seit 1. Oktober 2017 lehrt Frau Prof. Dr. Sabine Meine als Professorin für Historische Musikwissenschaft am der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Nachfolge Prof. Dr. Annette Kreutziger-Herr). Zuvor war sie von 2014 bis 2017 Professorin am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn und von 2010 bis 2014 Direktorin des Deutschen Studienzentrums in Venedig, einem interdisziplinären Zentrum der Wissenschafts- und Kunstförderung am Canal Grande. Von 2009 bis 2011 leitete sie ein DFG-Forschungsprojekt zum Salon der Nadine Helbig, einem deutsch-römischen Musiksalon des späten 19. Jahrhunderts in Rom. Von 2004 bis 2008 war Meine wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut in Rom (musikgeschichtliche Abteilung). Sie forschte dort über die Frottola, eine höfische Vokalmusikkultur der italienischen Renaissance und erarbeitete daraus ihre Habilitationsschrift, über die sie im November 2007 habilitiert wurde.

Beethoven und Rossini in ihrer Epoche

Internationale Konferenz 2018

Das Beethoven-Haus Bonn und das Institut für Historische Musikwissenschaft der Hochschule für Musik und Tanz Köln veranstalten anlässlich des 150. Todestages von Gioachino Rossini vom 8. bis 10. November 2018 in Bonn und Köln eine Internationale wissenschaftliche Tagung zum Thema „Beethoven und Rossini in ihrer Epoche“.

Als „Epoche Beethovens und Rossinis“ bezeichnete bereits Raphael Georg Kiesewetter (1834) das erste Drittel des 19. Jahrhunderts, und bis heute maßgebliche Musikgeschichtswerke (Carl Dahlhaus 1980, Richard Taruskin 2005) knüpfen hieran an. Während die musikhistoriographischen Rollenzuschreibungen Beethovens und Rossinis in den letzten Jahrzehnten in der Forschung intensiv diskutiert worden sind, wurden die vielfältigen in ihrer Epoche wirksamen künstlerischen und biographischen Verbindungen zwischen beiden Komponisten und ihrem Umfeld bislang erst ansatzweise erforscht.
Die internationale Tagung „Beethoven und Rossini in ihrer Epoche“ geht diesen Verbindungen nach und fokussiert die Netzwerke und Kontexte, in die beide Komponisten eingebunden waren. Die Auseinandersetzungen von Personen aus Beethovens engstem Kreis (z.B. Ferdinand Ries, Carl Czerny oder Erzherzog Rudolph) mit Rossini sollen ebenso diskutiert werden wie Konzertprogramme und Repertoires, in denen die beiden Komponisten gemeinsam erschienen oder die herausragende Präsenz italienischer Kultur im Wien des frühen 19. Jahrhunderts. Damit hinterfragt die Tagung die traditionelle dichotomische Geschichtsschreibung und schlägt alternativ eine konsequent europäische Perspektive vor.

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Christine Siegert und Prof. Dr. Arnold Jacobshagen

Ringvorlesung "Von Adorno bis Zimmermann - Neue Musik im geteilten Deutschland"

Mittwoch 18:00–19:30 Uhr, Kammermusiksaal
Konzeption und Leitung: Prof. Dr. Arnold Jacobshagen und Prof. Dr. Sabine Meine

Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Teilung Deutschlands nach 1945 bedeuteten für die Kultur und die Neue Musik eine viel beschworene »Stunde Null«, von der aus die Entwicklungen in Ost und
West sehr unterschiedlich verliefen. In der Ringvorlesung werden zentrale Ereignisse und Tendenzen der Neuen Musik im geteilten Deutschland (1949-1990) in Schlaglichtern beleuchtet. Damit schlägt die Ringvorlesung zugleich den Bogen zwischen zwei Veranstaltungsreihen der HfMT Köln zur Neuen Musik im Wintersemester 2017/18 und im Sommersemester 2018: den Festivals zum 100. Geburtstag von Isang Yun (10. bis 14. Oktober 2017) und zum 100. Geburtstag von Bernd Alois Zimmermann (5. bis 7. April 2018).

 

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