Aktuelles

 

Internationale Konferenz Köln / Paris

Offenbach, der Europäer: Musik, Theater, Gesellschaft
Offenbach, compositeur européen: musique, théâtre, société

1. Jacques Offenbach: Kontexte - Diskurse - Analysen

Als Komponist von mehr als 140 Bühnenwerken unterschiedlichster Genres war Jaques Offenbach (1819 - 1881) eine Zentralfigur der europäischen Musik- und Theatergeschichte des 19. Jahrhunderts. Geboren 1819 in Köln und gestorben 1880 in Paris gilt Offenbach gemeinhin als "Erfinder der Operette". Seine Werke wurden in unzählige Sprachen übersetzt und standen in ganz Europa auf den Spielplänen, nicht wenige davon bis in die Gegenwart hinein. Die internationale Konferenz "Jaques Offenbach: Kontexte - Diskurse - Analysen / Jacques Offenbach: contextes – discours – analyses" setzt sich zum Ziel, erstmals in einem internationalen wissenschaftlichen Rahmen zentrale Forschungsfragen zu seinem Werk zu erörtern und die vielfältigen historischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Diskurse und Kontexte zu untersuchen, mit denen das Musiktheater Offenbachs verbunden ist. Angesichts der unterschiedlichen kulturellen Einflüsse in Offenbachs Werk sowie der weit über Frankreich und Deutschland hinausgehenden Rezeption seines Werks soll dabei eine transnationale europäische Perspektive eingenommen werden. Zugleich sollen die spezifischen Kompositions-, Aufführungs- und Rezeptionsweisen von Offenbachs Musiktheater hinterfragt und mit den sie prägenden Diskursen und historischen Kontexten in Beziehung gesetzt werden. Ein wesentlicher Stellenwert kommt hierbei der bislang in der Offenbach-Forschung vernachlässigten musikalischen Analyse sowie der Untersuchung der Dimensionen des Tanzes, der Inszenierung und der Verbreitung der Werke Offenbachs zu. Dabei sollen nicht nur bisherige begrenzte nationale Perspektiven überwunden, sondern auch Räume für weitergehende Diskussionen im Hinblick auf europäische Erinnerungskulturen und damit verbundene Wertungen geöffnet werden. Die Wahl der beiden Konferenzstandorte Köln und Paris, die Offenbachs Biographie und seinen künstlerischen Werdegang maßgeblich bestimmten, unterstreicht diesen Ansatz.

Köln: Hochschule für Musik und Tanz Köln / Universität zu Köln, 19./20. Juni 2019 

Paris: Opéra-Comique, 21./22. Juni 2019

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Matthias Brzoska (Essen), Kevin Clarke (Amsterdam), Emmanuelle Delattre (Valenciennes),Mark Everist (Southampton), Anaïs Fléchet (Versailles), Albert Gier (Bamberg), Alexander Grün (Frankfurt), Philippe Gumplowicz (Evry), Heather Hadlock (Stanford), Peter Hawig (Rheine), Arnold Jacobshagen (Köln), Jacobo Kaufmann (Jerusalem), Anna Langenbruch (Oldenburg), Roxane Martin (Metz), René Michaelsen (Köln), Klaus Wolfgang Niemöller (Köln), Anatol Riemer (Frankfurt am Main), Serge Salaün (Paris), Stefan Schmidl (Wien), Laure Schnapper (Paris), Herbert Schneider (Saarbrücken), Dieter David, Scholz (Berlin), Stephanie Schroedter (Heidelberg), Ralf-Olivier Schwarz (Frankfurt), Laurence Senelick (Boston), Richard Sherr (Northampton, MA), Yannick Simon (Rouen), Mário Vieira de Carvalho(Lissabon), Michael Werner (Paris), Jean-Claude Yon (Versailles), Gesa Zur Nieden (Mainz) u.a.
 

Wissenschaftliche Leitung

Arnold Jacobshagen (Köln), Jean-Claude Yon (Paris), Ralf-Olivier Schwarz (Frankfurt)

Internationales Symposium - Beethoven und Rossini in ihrer Epoche

Kontexte - Komposition - Aufführung - Rezeption

Als "Epoche Beethovens und Rossini" bezeichnete bereits Raphael Georg Kiesewetter in seiner grundlegenden Geschichte der europäischabendländischen oder unserer heutigen Musik (1834) das erste Drittel des 19. Jahrhunderts. Das internationale Symposium Beethoven und Rossini in ihrer Epoche setzt sich zum Ziel, die historischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Kontexte zu untersuchen, in die beide Komponisten zu ihren Lebzeiten eingebunden waren und die ihre Musik wesentlich prägten. Dabei sollen die spezifischen Kompositions-, Aufführungs- und Rezeptionsweisen ihrer Werke an den gemeinsamen Wirkungsorten hinterfragt und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die Tagung findet anlässlich des 150. Todestages von Gioachino Rossini (1792 - 1868) statt. 

Organisation und Tagungsleitung:

Prof. Dr. Arnold Jacobshagen und Prof. Dr. Christine Siegert

 

Donnerstag, 08. November 2018 | Beethoven- Haus Bonn, Kammermusiksaal Hermann J. Abs.

09.30 Uhr Begrüßung und Einführung

Sektion 1: Beethoven und Rossini - eine Begegnung | Leitung: Christine Siegert

10.15 Uhr Melanie Unseld (Wien):

"Hätte Artaria geschwiegen..." Erinnern, nicht erinnern und biographische Konstellationen zwischen Beethoven und Rossini

11.30 Uhr Axel Körner (London):

Vom "musikalischen Genie eines Tonsetzers". Rossini, Beethoven und die österreichische Staatsidee im Zeitalter Metternichs

12.15 Uhr Simone Di Crescenzo (Rom):

Rossini e Clementi - tecnica vocale e didattica pianistica (1800 - 1830)

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Sektion 2: Musikkritik | Frank Hentschel

14.30 Uhr Carolin Kran (Wien):

Zur Ambivalenz des Effekts. Johann Friedrich Rochlitz zwischen Beethoven und Rossini

15.15 Uhr Arnold Jacobshagen (Köln):

Verspätete Bekehrung. Beethoven und Rossini in den Musikkritiken Friedrich August Kannes

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Sektion 3: Rossini aus der Perspektive von Beethovens Schüler | Armin Raab

16.30 Uhr Christine Siegert (Bonn):

Carl Cherny als Vermittler von Beethoven und Rossini

17.15 Uhr Guido Johannes Joerg (Ludwigsburg):

Beethoven - Rossini - Ries

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Konzert

20.00 Uhr Stefan Irmer (Klavier): 

Beethoven - Rossini - Ries

 

Freitag, 09. November 2018 | Beethoven- Haus Bonn, Kammermusiksaal Hermann J. Abs.

Sektion 4: Bearbeitungsphase | Jens Dufner

09.30 Uhr Herbert Schneider (Saarbrücken):

Zeitgenössische Kammermusikbearbeitungen von Opern Rossinis und Beethovens "Fidelio"

10.15 Uhr Fabian Kolb (Mainz):

Diffusion des Populären. Zum Wahrnehmungsspektrum von Beethoven und Rossini in der musikalischen Popular- und Unterhaltungskultur des frühen 19. Jahrhunderts

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Sektion 5: Ästhetischer Diskurs | Julia Ronge

11.30 Uhr Ingrid Fuchs (Wien):

Beethoven und Rossini aus der Sicht Franz Grillparzers

12.15 Uhr Sabine Henze-Döhring (Marburg):

Beethoven und Rossini in den Schriften Giuseppe Carpanis

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Sektion 6: Kompositionen im Vergleich | Sabine Meine

14.30 Uhr Federico Gon (Wien):

Bypassing Beethoven: Haydn and Rossini

15.15 Uhr Mark Everist (Southampton):

Rossini and Beethoven's Symphonies in Paris 1828. The case of the "Guillaume Tell" overture

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16.30 Uhr Marco Beghelli (Bologna):

Dalla "Cavatina" alla "Cavatina": un'ultima riflessione sull'enigmatico slittamento semantico

17.15 Uhr Birgit Todes (Wien):

Große und kleine Missa solemnis? Beethovens und Rossini späte Messkompositionen im Vergleich

 

Samstag, 10. November 2018 | Hochschule für Musik und Tanz Köln, Kammermusiksaal

Sektion 7: Aufführung und Interpreten | Sieghart Döhrung

09.30 Uhr Leonardo Miucci (Bern):

Beethoven spielen in Italien

10.15 Uhr Claudio Vellutini (Vancouver):

Rossini's German singers (Vienna, ca. 1817 - 1825)

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Sektion 8: Beethoven und Rossini in Wien (Beate A. Kraus)

11.30 Uhr Rita Steblin (Wien):

Reactions to Rossini's "Tancredo" in 1817/18 in the Beethoven and Schubert Circles

12.15 Uhr Reno Müller (Basel):

Rossini in Wien 1822. Ein Tagebuch

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 14.00 Uhr Lunchkonzert

Nicolai Pfeffer (Klarinette)
Simone Di Crescendo (Klavier)

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Sektion 9: Beethoven und Rossini - ein Gegensatz? (Arnold Jacobshagen)

14.30 Uhr Stefano Castelvecchi (Cambridge):

The libretto's words, the score's words

15.15 Uhr Paolo Fabbri (Ferrera):

Delmira di Rossini: un'opera da esportazione?

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16.30 Uhr Helga Lühning (Bonn)

Domenico Barbara und die Wiederaufnahme Fidelio 1822

17.15 Uhr Luca Aversano (Rom)

Rossini und Beethoven - ein Interessenkonflikt

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18.00 Uhr Ein Fest für Rossini

zum 150. Todestag von Gioachino Rossini (1792 - 1868)
Künstlerische Konzeption und Leitung:
Gabriele Rech, Stefan Irmer, Tobias Lehmann, Arnold Jacobshagen und Stephan E. Wehr

 

 

Musik, die Wissen schafft! Perspektiven künstlerischer Forschung

Ringvorlesung Wintersemester 2018/19 | Leitung: Prof. Dr. Arnold Jacobshagen

Die Beziehungen zwischen Musik und Wissenschaft sind komplex und vielfältig. Während die Musikwissenschaft mit ihren Methoden Musik analytisch untersucht und über sie nachdenkt, privilegiert die künstlerische Forschung einen anderen Ansatz: Hier wird unmittelbar aus der musikalischen Praxis heraus verallgemeinerbares Wissen gewonnen. "Artistic Research" ist in vielen Ländern seit langem eine etablierte akademische Disziplin. In Deutschland tut sie sich bislang allerdings noch sehr schwer - aus zahlreichen Gründen, die in der Ringvorlesung im Wintersemester untersucht werden sollen. Auswärtige Experten und Hochschulangehörige widmen sich im wöchentlichen Wechsel grundlegenden Fragen nach dem Verhältnis von Kunst und Wissenschaft und stellen künstlerische Forschungsbeispiele zur Diskussion.

 

Termine: 17.10. | 24.10. | 07.11. | 14.11. | 21.11. | 28.11. | 05.12. | 12.12. | 19.12. | 09.01. | 16.01. | 23.01. 

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