Archiv

 

 

Internationale Konferenz Köln / Paris

Offenbach, der Europäer: Musik, Theater, Gesellschaft
Offenbach, compositeur européen: musique, théâtre, société

1. Jacques Offenbach: Kontexte - Diskurse - Analysen

Tagungsprogramm

19. Juni 2019, 9.30 - 18.30
Universtiät zu Köln - Musiksaal - Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

9:30 Grußworte
Isabell Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW
Prof. Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln
Prof. Dr. Heinz Geuen, Rektor der Hochschule für Musik und Tanz Köln


9:45 Einführung
Prof. Dr. Jean-Claude Yon
Prof. Dr. Arnold Jacobshagen
Dr. Ralf-Olivier Schwarz

Sektion 1: Offenbach zwischen Deutschland und Frankreich 
Leitung: Prof. Dr. Jean-Claude Yon

10:00 Prof. Dr. Michael Werner (Paris): 
Offenbach, l’Allemagne et la France 


10:40 Jacobo Kaufmann (Jerusalem): 
Der jüdische Jacques Offenbach und sein Vater Isaac in Deutschland


Sektion 2: Offenbach in Köln 
Leitung: Prof. Dr. Arnold Jacobshagen

11:40 Niclas Esser (Köln): 
Die Sammlung Offenbach im Historischen Archiv der Stadt Köln. Genese und Stand der konservatorischen Aufbereitung 

12:20 Prof. Dr. Klaus Wolfgang Niemöller (Köln): 
Jacques Offenbach aus Paris zurück im Netzwerk der Kölner Musikkultur 1839-1854. Neue Sichten durch Kontextualisierung

Sektion 3: Diskurse und Identitäten 
Leitung: Prof. Dr. Laurence Senelick

14:30 Prof. Dr. Albert Gier (Bamberg): 
Les discours dans les livrets mis en musique par Offenbach

15:10 Dr. Kevin Clarke (Amsterdam): 
The birth of operetta from the spirit of pornography

15:50 Prof. Dr. Gesa zur Nieden (Greifswald): 
La belle Hélène contre l'Africaine. Offenbach im Pariser grand spectacle des ausgehenden 19. Jahrhunderts 

Sektion 4: Rezeption und Imagination
Leitung: Dr. Ralf-Olivier Schwarz

17:00 Dr. Marketa Stedronska (Wien): “Die musikalische Wasserpest“. Offenbach in den Schriften von August Wilhelm Ambros

17:40 Dr. Anna Langenbruch (Oldenburg): Offenbach träumt: Musikgeschichte(n) auf der Bühne


20. Juni 2019, 9.30-18.30

Hochschule für Musik und Tanz Köln, Kammermusiksaal


Sektion 5: Bewegung, Tanz, Choreographie 

Leitung: Prof. Dr. Yvonne Hardt

9:30 Prof. Dr. Stephanie Schroedter (Heidelberg): 
Jacques Offenbach und der Tanz – Facetten eines vielschichtigen Phänomens  

10:10 Dr. Emmanuelle Delattre (Valenciennes): 
Le Papillon d’Offenbach 

Sektion 6: Offenbachs Medien 
Leitung: Prof. Dr. Sabine Meine 

11:20 Dr. René Michaelsen (Köln): 
"Ah, c'est un fameux carillon" – Offenbachs Maschinen 

12:00 Dr. Laure Schnapper (Paris): 
De la scène à la salle de bal: les arrangements de thèmes d’Offenbach par Isaac Strauss  

Sektion 7: Offenbach analysieren 
Leitung: Prof. Dr. Friederike Wißmann

14:00 Alexander Grün (Frankfurt/Main): 
„J’ai reçu le premier acte … c’est trop long.“ Opernanalyse bei Offenbach  

14:40 Hugo Rodriguez (Brüssel): 
L'analyse des airs d'Offenbach et le problème des interfaces entre langue, métrique et musique 

15:20 Anatol Riemer (Frankfurt/Main): 
Verzahnung und Inversion. Zum Verhältnis von „Figur“ und „Grund“ in Jacques Offenbachs Themenkonzeption

Sektion 8: Werke im Fokus 
Leitung: Prof. Dr. Gesa zur Nieden

16:20 Prof. Dr. Herbert Schneider (Saarbrücken): 
Les avatars internationaux de La Belle Hélène 

17:00 Prof. Dr. Mariela Cvetic (Belgrad): 
Das Unheimliche and Women: The Case of the Tales of Hoffmann

17:40 Prof. Dr. Friederike Wißmann (Rostock): 
„Qui je suis“? Abwegige Identitätskonstruktionen in Offenbachs Orphée aux Enfers

Als Komponist von mehr als 140 Bühnenwerken unterschiedlichster Genres war Jaques Offenbach (1819 - 1881) eine Zentralfigur der europäischen Musik- und Theatergeschichte des 19. Jahrhunderts. Geboren 1819 in Köln und gestorben 1880 in Paris gilt Offenbach gemeinhin als "Erfinder der Operette". Seine Werke wurden in unzählige Sprachen übersetzt und standen in ganz Europa auf den Spielplänen, nicht wenige davon bis in die Gegenwart hinein. Die internationale Konferenz "Jaques Offenbach: Kontexte - Diskurse - Analysen / Jacques Offenbach: contextes – discours – analyses" setzt sich zum Ziel, erstmals in einem internationalen wissenschaftlichen Rahmen zentrale Forschungsfragen zu seinem Werk zu erörtern und die vielfältigen historischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Diskurse und Kontexte zu untersuchen, mit denen das Musiktheater Offenbachs verbunden ist. Angesichts der unterschiedlichen kulturellen Einflüsse in Offenbachs Werk sowie der weit über Frankreich und Deutschland hinausgehenden Rezeption seines Werks soll dabei eine transnationale europäische Perspektive eingenommen werden. Zugleich sollen die spezifischen Kompositions-, Aufführungs- und Rezeptionsweisen von Offenbachs Musiktheater hinterfragt und mit den sie prägenden Diskursen und historischen Kontexten in Beziehung gesetzt werden. Ein wesentlicher Stellenwert kommt hierbei der bislang in der Offenbach-Forschung vernachlässigten musikalischen Analyse sowie der Untersuchung der Dimensionen des Tanzes, der Inszenierung und der Verbreitung der Werke Offenbachs zu. Dabei sollen nicht nur bisherige begrenzte nationale Perspektiven überwunden, sondern auch Räume für weitergehende Diskussionen im Hinblick auf europäische Erinnerungskulturen und damit verbundene Wertungen geöffnet werden. Die Wahl der beiden Konferenzstandorte Köln und Paris, die Offenbachs Biographie und seinen künstlerischen Werdegang maßgeblich bestimmten, unterstreicht diesen Ansatz.

Köln: Hochschule für Musik und Tanz Köln / Universität zu Köln, 19./20. Juni 2019 

Paris: Opéra-Comique, 21./22. Juni 2019

Wissenschaftliche Leitung

Arnold Jacobshagen (Köln), Jean-Claude Yon (Paris), Ralf-Olivier Schwarz (Frankfurt)

 

Internationales Symposium - Beethoven und Rossini in ihrer Epoche

Kontexte - Komposition - Aufführung - Rezeption

Als "Epoche Beethovens und Rossini" bezeichnete bereits Raphael Georg Kiesewetter in seiner grundlegenden Geschichte der europäischabendländischen oder unserer heutigen Musik (1834) das erste Drittel des 19. Jahrhunderts. Das internationale Symposium Beethoven und Rossini in ihrer Epoche setzt sich zum Ziel, die historischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Kontexte zu untersuchen, in die beide Komponisten zu ihren Lebzeiten eingebunden waren und die ihre Musik wesentlich prägten. Dabei sollen die spezifischen Kompositions-, Aufführungs- und Rezeptionsweisen ihrer Werke an den gemeinsamen Wirkungsorten hinterfragt und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Die Tagung findet anlässlich des 150. Todestages von Gioachino Rossini (1792 - 1868) statt. 

Organisation und Tagungsleitung:

Prof. Dr. Arnold Jacobshagen und Prof. Dr. Christine Siegert

 

Donnerstag, 08. November 2018 | Beethoven- Haus Bonn, Kammermusiksaal Hermann J. Abs.

09.30 Uhr Begrüßung und Einführung

Sektion 1: Beethoven und Rossini - eine Begegnung | Leitung: Christine Siegert

10.15 Uhr Melanie Unseld (Wien):

"Hätte Artaria geschwiegen..." Erinnern, nicht erinnern und biographische Konstellationen zwischen Beethoven und Rossini

11.30 Uhr Axel Körner (London):

Vom "musikalischen Genie eines Tonsetzers". Rossini, Beethoven und die österreichische Staatsidee im Zeitalter Metternichs

12.15 Uhr Simone Di Crescenzo (Rom):

Rossini e Clementi - tecnica vocale e didattica pianistica (1800 - 1830)

..............................................

Sektion 2: Musikkritik | Frank Hentschel

14.30 Uhr Carolin Kran (Wien):

Zur Ambivalenz des Effekts. Johann Friedrich Rochlitz zwischen Beethoven und Rossini

15.15 Uhr Arnold Jacobshagen (Köln):

Verspätete Bekehrung. Beethoven und Rossini in den Musikkritiken Friedrich August Kannes

..............................................

Sektion 3: Rossini aus der Perspektive von Beethovens Schüler | Armin Raab

16.30 Uhr Christine Siegert (Bonn):

Carl Cherny als Vermittler von Beethoven und Rossini

17.15 Uhr Guido Johannes Joerg (Ludwigsburg):

Beethoven - Rossini - Ries

..............................................

Konzert

20.00 Uhr Stefan Irmer (Klavier): 

Beethoven - Rossini - Ries

 

Freitag, 09. November 2018 | Beethoven- Haus Bonn, Kammermusiksaal Hermann J. Abs.

Sektion 4: Bearbeitungsphase | Jens Dufner

09.30 Uhr Herbert Schneider (Saarbrücken):

Zeitgenössische Kammermusikbearbeitungen von Opern Rossinis und Beethovens "Fidelio"

10.15 Uhr Fabian Kolb (Mainz):

Diffusion des Populären. Zum Wahrnehmungsspektrum von Beethoven und Rossini in der musikalischen Popular- und Unterhaltungskultur des frühen 19. Jahrhunderts

..............................................

Sektion 5: Ästhetischer Diskurs | Julia Ronge

11.30 Uhr Ingrid Fuchs (Wien):

Beethoven und Rossini aus der Sicht Franz Grillparzers

12.15 Uhr Sabine Henze-Döhring (Marburg):

Beethoven und Rossini in den Schriften Giuseppe Carpanis

..............................................

Sektion 6: Kompositionen im Vergleich | Sabine Meine

14.30 Uhr Federico Gon (Wien):

Bypassing Beethoven: Haydn and Rossini

15.15 Uhr Mark Everist (Southampton):

Rossini and Beethoven's Symphonies in Paris 1828. The case of the "Guillaume Tell" overture

..............................................

16.30 Uhr Marco Beghelli (Bologna):

Dalla "Cavatina" alla "Cavatina": un'ultima riflessione sull'enigmatico slittamento semantico

17.15 Uhr Birgit Todes (Wien):

Große und kleine Missa solemnis? Beethovens und Rossini späte Messkompositionen im Vergleich

 

Samstag, 10. November 2018 | Hochschule für Musik und Tanz Köln, Kammermusiksaal

Sektion 7: Aufführung und Interpreten | Sieghart Döhrung

09.30 Uhr Leonardo Miucci (Bern):

Beethoven spielen in Italien

10.15 Uhr Claudio Vellutini (Vancouver):

Rossini's German singers (Vienna, ca. 1817 - 1825)

..............................................

Sektion 8: Beethoven und Rossini in Wien (Beate A. Kraus)

11.30 Uhr Rita Steblin (Wien):

Reactions to Rossini's "Tancredo" in 1817/18 in the Beethoven and Schubert Circles

12.15 Uhr Reno Müller (Basel):

Rossini in Wien 1822. Ein Tagebuch

..............................................

 14.00 Uhr Lunchkonzert

Nicolai Pfeffer (Klarinette)
Simone Di Crescendo (Klavier)

..............................................

Sektion 9: Beethoven und Rossini - ein Gegensatz? (Arnold Jacobshagen)

14.30 Uhr Stefano Castelvecchi (Cambridge):

The libretto's words, the score's words

15.15 Uhr Paolo Fabbri (Ferrera):

Delmira di Rossini: un'opera da esportazione?

..............................................

16.30 Uhr Helga Lühning (Bonn)

Domenico Barbara und die Wiederaufnahme Fidelio 1822

17.15 Uhr Luca Aversano (Rom)

Rossini und Beethoven - ein Interessenkonflikt

..............................................

18.00 Uhr Ein Fest für Rossini

zum 150. Todestag von Gioachino Rossini (1792 - 1868)
Künstlerische Konzeption und Leitung:
Gabriele Rech, Stefan Irmer, Tobias Lehmann, Arnold Jacobshagen und Stephan E. Wehr

 

 

Musik, die Wissen schafft! Perspektiven künstlerischer Forschung

Ringvorlesung Wintersemester 2018/19 | Leitung: Prof. Dr. Arnold Jacobshagen

Die Beziehungen zwischen Musik und Wissenschaft sind komplex und vielfältig. Während die Musikwissenschaft mit ihren Methoden Musik analytisch untersucht und über sie nachdenkt, privilegiert die künstlerische Forschung einen anderen Ansatz: Hier wird unmittelbar aus der musikalischen Praxis heraus verallgemeinerbares Wissen gewonnen. "Artistic Research" ist in vielen Ländern seit langem eine etablierte akademische Disziplin. In Deutschland tut sie sich bislang allerdings noch sehr schwer - aus zahlreichen Gründen, die in der Ringvorlesung im Wintersemester untersucht werden sollen. Auswärtige Experten und Hochschulangehörige widmen sich im wöchentlichen Wechsel grundlegenden Fragen nach dem Verhältnis von Kunst und Wissenschaft und stellen künstlerische Forschungsbeispiele zur Diskussion.

 

Termine: 17.10. | 24.10. | 07.11. | 14.11. | 21.11. | 28.11. | 05.12. | 12.12. | 19.12. | 09.01. | 16.01. | 23.01.

 

 

Theater und Orchester im Nationalsozialismus

Zwischen Aufarbeitung und Verdrängung?

Internationale Fachtagung| Samstag 15. September 2018

 

Kammermusiksaal der HfMT Köln, 14:00 bis 18:00 Uhr

 

Die Theater- und Orchesterlandschaft in Deutschland zeichnet sich im internationalen Vergleich durch eine besonders hohe Dichte und Vielfalt aus. Ihre Strukturen sind historisch gewachsen, und um die geschichtlichen Entwicklungen besser zu verstehen, muss man auch die Epoche des Nationalsozialismus näher untersuchen. Diese Auseinandersetzung scheint heute aktueller denn je: Ende 2019 wird über die Aufnahme der deutschen Theater- und Orchesterlandschaft in die internationale UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit entschieden.


KONZEPTION UND LEITUNG
Prof. Dr. Arnold Jacobshagen (Hochschule für Musik und Tanz Köln),
Gerald Mertens (Deutsche Orchestervereinigung)

 

MIT
Rolf Bolwin (Deutschen Bühnenverein), Dr. Lutz Felbick (Aachen), Prof. Dr. Heinz Geuen (Hochschule für Musik und Tanz Köln), Prof. Dr. Neil Gregor (University of Southampton), Dr. Lutz Felbick (Aachen), Prof. Dr. Arnold Jacobshagen (Hochschule für Musik und Tanz Köln), Prof. Dr. Peter W. Marx (Universität zu Köln), Gerald Mertens (Deutsche Orchestervereinigung)

 

Anmeldung unter: Anmeldung@dov.org. Der Eintritt ist frei.

 

Programm
14:00  Begrüßung und Einführung Prof. Dr. Arnold Jacobshagen, Professor für Historische Musikwissenschaft (Hochschule für Musik und Tanz Köln), Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung (DOV)

 

14:10 Das „hohe Kulturgut deutscher Musik“ und das „Entartete“. Zur Entwicklung des „Kulturorchester“-Begriffs; Dr. Lutz Felbick, Kirchenmusiker, Musikwissenschaftler, Dozent für Musiktheorie (Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf)

 

14:45 Theater und Orchester im Umgang mit ihrer Vergangenheit im Nationalsozialismus; Rolf Bolwin, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenverein a.D., Rechtsanwalt, Initiator von stadtpunkt kultur (Bonn)

 

15:20 Neuer Blick zurück. Die Strukturen der Theater im Dritten Reich, Prof. Dr. Peter W. Marx, Professor für Medien-und Theaterwissenschaft, Direktor der Theaterwissenschaftlichen Sammlung Köln-Wahn (Universität zu Köln)

 

16:00 Kaffeepause

 

16:20 Deutsche Orchester zwischen Demokratie und Diktatur (1930-1950) - Einige Thesen, Prof. Dr. Neil Gregor, Professor of Modern European History (University of Southampton)

 

17:00 Podiumsdiskussion der vier Referenten, moderiert von Prof. Dr. Arnold Jacobshagen und Gerald Mertens

 

18:00 Ausklang

 

Musik in Innenräumen

Klang, Dialog und Begegnung im Privaten

Ringvorlesung | Mittwoch 18:00 Uhr

Seit Jahrhunderten gestaltet Musik das Leben hinter geschlossenen Türen mit und kennzeichnet es bis heute: Im exklusiven Rahmen, auf Einladung Einzelner oder im familiären Kreis formier(t)en sich Klang, Dialog und Begegnung und dokumentier(t)en Formen von Privatheit. Wenn Musik in Innenräumen erklingt oder aber dargestellt, imaginiert oder erinnert wird, sind dies Momente der Bildung, Distinktion, Vernetzung oder des Zeitvertreibs. Damit prägt(e) Musik in privaten Innenräumen das soziale Leben von Einzelnen und Gruppen, Frauen und Männern entscheidend mit und war zugleich durchlässig für das öffentliche Musikleben, mir dem diese soziale und ästhetische Praxis auf Engste korrespondiert.

An das Thema knüpfen sich Qualitäten, die dazu anregen, Gegensätze zu relativieren: von innen und außen, privat und öffentlich, individuell und kollektiv, geschützt und offen, dilettantisch und beruflich, kommerziell und idealistisch, gesellig und verinnerlicht, oder von unterhaltsam und ernsthaft etc. 

 

Termine: 11.04.|18.04.|25.04.|02.05.|09.05.|16.05.|23.05.|30.05.|06.06.|13.06.|20.06.|27.06.|04.07.|

Theater der Emotionen Interdisziplinärer Workshop

Studierende der der Hochschule für Musik und Tanz Köln, der Hochschule für Musik in Detmold und der Universität Paderborn nahmen an einem interdisziplinären Workshop-Projekt  der Arbeitsgruppe „ Brock im Norden!“ teil: Musikwissenschaft, Musikpraxis, Romanistik, Anglistik, Geschichtswissenschaft, Germanistik trafen hier aufeinander. Gemeinsam inszenierten die Teilnehmer:innen das Barockpasticcio „Triumph des Friedens“ (Torir/Passerat?) und führten sie in Teilen im Deelenhaus zu Paderborn auf.  Parallel reflektierten sie deren Inhalt und ordnetn sie in ihren historischen Kontext ein. 

Geleitet wurden die Aufführungen von Studierenden (für die Dramaturgie: Karla Merkt, Hannah Dembny u.a.; Chor: Ulrike Eichner; Instrumentalensemble: Liza Solovey und Yuval Dvorak). Die Gesamtleitung lag bei Prof. Dr. Sabine Meine (HfMT Köln), Prof. Dr. Christoph Eiland, Prof. Dr. Lothar van Laak, Prof. Dr. Sabine Schmitz, Prof. Dr. Stefan Schreckenberg und Prof. Dr. Johannes Süßmann (Universität Paderborn).

Die Vorführung fand öffentlich statt 25. Mai 2018 um 14.30 Uhr im Paderborner Deelenhaus. Weitere Informationen entnehmen Sie dem Plakat.

Prof. Mathias Spahlinger zu Gast an der HfMT Köln

Mittwoch, 23.05.2018 | 14:00 - 16:30 Uhr | Raum 315

  • Vortrag und Präsentation "Die Teile und das Ganze"
  • anschließend zwei Einzelstunden für Kompositionsstudierende (17 - 19 Uhr)

Donnerstag, 24.05.2018 

  • 10:00 - 13:00 Uhr | drei Einzelstunden für Kompositionsstudierende ohne Zuhörer
  • 14:00 - 19:00 Uhr | sieben Einzelstunden mit anderen Studierenden als Zuhörer (bitte in Einverständnis mit denjenigen im Einzelunterricht

Zur Person

Mathias Spahlinger wurde 1944 in Frankfurt am Main geboren. Sein Vater war Violoncellist und unterrichtete ihn in Fidel, Gambe, Blockflöte und später Violoncello. Ab 1952 bekam er Klavierunterricht. 1959 begann er sich intensiv mit dem Jazz zu beschäftigen, nahm Saxophonunterricht und wollte Jazzmusiker werden. 1932 verließ er die Schule und machte bis 1965 eine Schriftsetzerlehre. Während der Lehre nahm er privat Kompositionsunterricht bei Konrad Lechner. Nach beendeter Lehre setzte er sein Studium bei Lechner an der städtischen Akademie für Tonkunst in Darmstadt fort (Klavier bei Werner Hoppstock). 1968 wurde er Lehrer an der Stuttgarter Musikschule für Klavier, Theorie, Musikalische Früherziehung und Experimentelle Musik. Von 1973-1977 studierte er Komposition bei Erhard Karkoschka an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. 1978 wurde er Gastdozent für Musiktheorie an der Hochschule der Künste in Berlin, 1984 Professor für Komposition und Musiktheorie an der staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. Ab 1990 war er Professor für Komposition und Leiter des Instituts für Neue Musik an der staatlichen Hochschule für Musik Freiburg. Er lebt seit 2009 in Potsdam.

Gastvortrag am Institut für Neue Musik an der HfMT Köln: Simon Steen-Andersen

Am Donnerstag, den 25.01.2018 (10:00 - 11:30 Uhr, Raum 315) wird der dänische Komponist Simon Steen-Andersen (Aarhus/Berlin) in Köln zu Besuch sein, mit dem Vortrag: "Konkretes Hören? Bild vs. Ton & V-Effekt"

http://www.simonsteenandersen.dk/ 

Der dänische Komponist, Performer und Installationskünstler Simon Steen-Andersen (geb. 1976) gehört zu den gegenwärtig bekanntesten und auf internationalen Festivals der Neuen Musik präsentesten Künstlern, der mit außergewöhnlichen Arbeiten immer wieder von sich hören macht.

Neben der Komposition von großbesetzten Orchesterwerken, arbeitet er häufig theatralisch und intermedial mit Elektronik, Video, Licht, Szene und Text. Neben vielen anderen Preisen erhielt er erst jüngst den Mauricio Kabel Musikpreis des Landes NRW.

In seinem Vortrag "Konkretes Hören? Bild vs. Ton & V-Effekt" anderen HfMT Köln, thematisiert er verschiedene Überformungen der Sinnbereiche Sehen und Hören, sowie die Möglichkeit von deren künstlerischen Gestaltung, nicht zuletzt am Beispiel eigener Werke.

 

Schiffbruch. Perspektiven des musikalischen Scheiterns. 

Jede Musiker/in kennt sie: die Angst vor dem Scheitern! Dennoch ist das Thema meist tabu. Scheitern wird gemeinhin mit Misserfolg und Fehlschlägen assoziiert. Zu gewichtigen Konzepten wie "Meisterwerk", "Genie" oder "Exzellenz" steht es im Widerspruch. Wer scheitert, versagt. Daher wird sich mit dem Gescheiterten, vermeintlich Wertlosen, eher ungern beschäftigt - auch im Fokus wissenschaftlichen Interesses steht es nur selten. Doch weil das Scheitern ein unvermeidlicher Teil des privaten, öffentlichen, und besonders künstlerischen Lebens ist, lohnt es sich, den Blick gezielt darauf zu richten. Dadurch lassen sich Wege eröffnen, mit Scheitern neu umzugehen, Ursprünge und Ursachen besser zu verstehen und es eventuell auch als Chance zu begreifen. Die Vortragsreihe ist daher ein Plädoyer für die intensive Auseinandersetzung mit dem Scheitern. Unter anderem stellen Referent/innen der Bildungstheorie, Psychologie, Biographieforschung und des Verlagswesens ihre Perspektiven in Vorträgen und anschließenden Diskussionen vor. 


Termine 25.10., 15.11., 6.12., 13.12.2017, 10.01., 17.01., 24.01.2018|Raum 13| 15.15 Uhr

Prof. Dr. Sabine Meine am IHM

Seit 1. Oktober 2017 lehrt Frau Prof. Dr. Sabine Meine als Professorin für Historische Musikwissenschaft am der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Nachfolge Prof. Dr. Annette Kreutziger-Herr). Zuvor war sie von 2014 bis 2017 Professorin am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn und von 2010 bis 2014 Direktorin des Deutschen Studienzentrums in Venedig, einem interdisziplinären Zentrum der Wissenschafts- und Kunstförderung am Canal Grande. Von 2009 bis 2011 leitete sie ein DFG-Forschungsprojekt zum Salon der Nadine Helbig, einem deutsch-römischen Musiksalon des späten 19. Jahrhunderts in Rom. Von 2004 bis 2008 war Meine wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut in Rom (musikgeschichtliche Abteilung). Sie forschte dort über die Frottola, eine höfische Vokalmusikkultur der italienischen Renaissance und erarbeitete daraus ihre Habilitationsschrift, über die sie im November 2007 habilitiert wurde.

 

Beethoven und Rossini in ihrer Epoche

Internationale Konferenz 2018

Das Beethoven-Haus Bonn und das Institut für Historische Musikwissenschaft der Hochschule für Musik und Tanz Köln veranstalten anlässlich des 150. Todestages von Gioachino Rossini vom 8. bis 10. November 2018 in Bonn und Köln eine Internationale wissenschaftliche Tagung zum Thema „Beethoven und Rossini in ihrer Epoche“.

Als „Epoche Beethovens und Rossinis“ bezeichnete bereits Raphael Georg Kiesewetter (1834) das erste Drittel des 19. Jahrhunderts, und bis heute maßgebliche Musikgeschichtswerke (Carl Dahlhaus 1980, Richard Taruskin 2005) knüpfen hieran an. Während die musikhistoriographischen Rollenzuschreibungen Beethovens und Rossinis in den letzten Jahrzehnten in der Forschung intensiv diskutiert worden sind, wurden die vielfältigen in ihrer Epoche wirksamen künstlerischen und biographischen Verbindungen zwischen beiden Komponisten und ihrem Umfeld bislang erst ansatzweise erforscht.

Die internationale Tagung "Beethoven und Rossini in ihrer Epoche“ geht diesen Verbindungen nach und fokussiert die Netzwerke und Kontexte, in die beide Komponisten eingebunden waren. Die Auseinandersetzungen von Personen aus Beethovens engstem Kreis (z.B. Ferdinand Ries, Carl Czerny oder Erzherzog Rudolph) mit Rossini sollen ebenso diskutiert werden wie Konzertprogramme und Repertoires, in denen die beiden Komponisten gemeinsam erschienen oder die herausragende Präsenz italienischer Kultur im Wien des frühen 19. Jahrhunderts. Damit hinterfragt die Tagung die traditionelle dichotomische Geschichtsschreibung und schlägt alternativ eine konsequent europäische Perspektive vor.  

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Christine Siegert und Prof. Dr. Arnold Jacobshagen

Ringvorlesung "Von Adorno bis Zimmermann - Neue Musik im geteilten Deutschland" 

Mittwoch 18:00–19:30 Uhr, Kammermusiksaal

Konzeption und Leitung: Prof. Dr. Arnold Jacobshagen und Prof. Dr. Sabine Meine

Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Teilung Deutschlands nach 1945 bedeuteten für die Kultur und die Neue Musik eine viel beschworene »Stunde Null«, von der aus die Entwicklungen in Ost und West sehr unterschiedlich verliefen. In der Ringvorlesung werden zentrale Ereignisse und Tendenzen der Neuen Musik im geteilten Deutschland (1949-1990) in Schlaglichtern beleuchtet. Damit schlägt die Ringvorlesung zugleich den Bogen zwischen zwei Veranstaltungsreihen der HfMT Köln zur Neuen Musik im Wintersemester 2017/18 und im Sommersemester 2018: den Festivals zum 100. Geburtstag von Isang Yun (10. bis 14. Oktober 2017) und zum 100. Geburtstag von Bernd Alois Zimmermann (5. bis 7. April 2018).

Nike Wagner am IHM

Podiumsdiskussion "Klingende Münze - Was uns die Kultur wert ist" 

Mit Nicola Bramkamp, Prof. Dr. Heinz Geuen, Prof. Dr. Christian Sprang, Prof. Dr. Nike Wagner

Moderation: Prof. Dr. Arnold Jacobshagen

Mittwoch 1. Februar 2017 18:00–19:30 Uhr, Kammermusiksaal 

Musik ist nicht nur als allgegenwärtige Kunstpraxis, sondern auch als Wirtschaftsfaktor und aus öffentlichen Mitteln finanziertes Kulturgut von herausragender gesellschaftlicher und politischer Bedeutung. Die Ringvorlesung beleuchtet die vielfältigen Beziehungen zwischen Musik und Geld aus zahlreichen unterschiedlichen Perspektiven. Dabei kommen in den einzelnen Vorträgen neben Musikern und Wissenschaftlern auch prominente Kulturmanager und Publizisten zu Wort.

 

Studientag Künstlerische Forschung

Freitag, 14.10.2016, 10-19:00 Uhr, Kammermusiksaal

Unter das Thema künstlerische Forschung lassen sich vielfältige Ansätze der Auseinandersetzung mit künstlerischen Fragestellungen fassen: Interpretationsfragen und Interpretenforschung, Entwicklung neuer Kompositionstechniken, Stimm- und Instrumentalpraxen, Selbstbeobachtung der Künstler bei ihrer Praxis, historische Aufführungspraxis u.a. Die künstlerische Forschung bietet ganz besonders die Möglichkeit, Schnittstellen zwischen Wissenschaft und künstlerischer Praxis zu schaffen. Der Studientag zu diesem Thema stellt theoretische Ansätze und künstlerische Projekte vor und bietet Gelegenheit zur Diskussion.

10:00 Uhr Statements 

  • Prof. Dr. Heinz Geuen: Einführung 
  • Prof. Dr. Arnold Jacobshagen: Was ist künstlerische Forschung?

10:45 Uhr Vorstellung von Nachwuchs-Projekten

  • Prof. Dr. Corinna Herr mit Susanne Schrage, Martina Binnig, Andrey Akhmetov, Maike Hiller, Marie Richter, Nikolay Bogdanovskiy: Körper, Affekt, Geste, Projektvorstellung
  • Christine Ahrends, Insa Murawski: Projekte aus dem Masterstudiengang Musikwissenschaft 
  • Dr. Evelyn Buyken: Körper, Geist und Seele: Was kann und weiß eigentlich ein Musiker, wenn er spielt?

12:30 Uhr Workshop 

  • Prof. Dr. Jürgen Terhag: Praxisforschungen zum Chorsingen in improvisierter Mehrstimmigkeit

13:15 Uhr Mittagspause 

14:30 Uhr Vortrag

  • Prof. Dr. Georg Schulz, Kunst-Universität Graz: Künstlerische Forschung an Europäischen Musikhochschulen und ihre Bedeutung für die künstlerische Bildung 

15:30 Uhr Künstlerische Forschung in der Praxis 

  • Prof. Richard Gwilt: Klangvorstellung, Technik und Instrument 
  • Prof. Anthony Spiri: Über den Sinn von Raritäten des Repertoires

16:30 Uhr Kaffeepause 

17:00 Uhr Workshop

  • Prof. Dr. Florence Millet, D.M.A.: Musik mit politischer Aussage. Werke von Janacek, Beethoven, Ives, Schostakowitsch. Mit   Lukas Katter, Olga Ryazantzeva, Yirou Ariel Chen, Chie Ortsuka, Emeline Archambault und Martin Pérénom

17:45 Uhr Theorie und Abschlussdiskussion

  • Johannes Pries: Psychologische Perspektiven auf künstlerisches Schaffen
  • Dr. des. Katharina Kleinschmidt: Wissensgefüge choreographischer Forschung. Zu generativen Routinen und Partizipanden des Probens im zeitgenössischen Tanz 
  • Prof. Dr. Hans Neuhoff: Künstlerische Forschung versus wissenschaftliche Forschung 
  • Abschlussdiskussion

 

Musik im preußischen Rheinland

200 Jahre Preußen am Rhein: Im Zuge des Wiener Kongresses und der Neuordnung Europas wurde das Rheinland 1815 Preußen zugeschlagen. Damit begann eine intensive politische, kulturelle, soziale und wirtschaftliche Beziehung zwischen der Rheinprovinz und dem preußischen Kernland, die nicht immer unproblematisch war und noch heute in vielen Bereichen spürbar nachwirkt. Aus diesem Anlass finden im Jahr 2015 zahlreiche kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen statt, die in Koordination durch den Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz die 200-jährige, überaus wechselvolle Beziehung in ihren unterschiedlichen Facetten würdigen. 

Das Institut für historische Musikwissenschaft der Hochschule für Musik und Tanz Köln, die Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte, der Landschaftsverband Rheinland, die Universität der Künste Berlin und die Universität Mainz veranstalteten ein Symposium zum Thema „Musik im preußischen Rheinland (1815–1918)“, das am 25./26. Juni 2015 in Köln stattfand. Auf dieser Tagung wurden die Auswirkungen der „Preußenzeit“ auf die Musik und das Musikleben im Rheinland in den verschiedenen Bereichen untersucht . Themenfelder waren die Bildungs- und Musikpolitik, die öffentliche Festkultur, das politische Lied, die Kirchenmusik, die Militärmusik und sozioökonomische Aspekte der bürgerlichen Musikkultur.

 

Boris von Haken über Eggebrecht

Im Rahmen der Vortragsreihe "Musik im Dialog der Wissenschaften" des IHM spricht Boris von Haken am 13. Mai um 16 Uhr über Hans Heinrich Eggebrecht und die Vergangenheit. Weitere Referentinnen und Referenten in dieser Reihe sind Gesa Finke, Isavella Stavridou, Wolfgang Stöger, Marie-Anne LeRoy, Ching-Wen Chao, Martin Fischer-Dieskau, Alessandro Di Profio, Julia Cloot, Friedrich Jaecker und Katharina Deserno. Immer Dienstags um 16 Uhr. Das vollständige Programm finden Sie hier: Termine

 

Musik im Dialog der Wissenschaften

 Prof. Friedrich Jaecker  (HfMT Köln)

Giacinto Scelsi – Die Magie des Klanges. Eine Edition der Schriften

Dienstag, 24.06.2014, 16:00 Uhr, Raum 13

 

Musik im Dialog der Wissenschaften

 Dr. Julia Cloot (Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt)

Zeitgenössische Musik in Deutschland

Dienstag, 17.06.2014, 16:00 Uhr, Raum 13

 

Maestro! Orchestral Conducting in 19th Century Europe

Das Institut für Historische Musikwissenschaft der Hochschule für Musik und Tanz Köln veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Université Sorbonne Nouvelle – Paris 3 am Dienstag, 10. Juni 2014, ein Internationales musikwissenschaftliches Symposium zum Thema Maestro! Orchestral Conducting in 19th Century Europe / Dirigieren im 19. Jahrhundert. Ziel der Veranstaltung ist es, die Entwicklung des Dirigierens und des Dirigentenberufs in dieser Zeit in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Skandinavien an Fallbeispielen zu konkretisieren und in ihren unterschiedlichen nationalen bzw. regionalen Traditionen sowie im Zusammenhang mit älteren Leitungsfunktionen und Bezeichnungen (z.B. maestro di musica, maestro concertatore, capo d’orchestra, Kapellmeister) zu vergegenwärtigen. Besondere Aufmerksamkeit kommt dem Phänomen des komponierenden Dirigenten zu, das in mehreren Vorträgen exemplarisch behandelt werden soll. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch

 

Verdi und Wagner: Volkswagen Sponsor Buchpublikation

Volkswagen ist Sponsor der Buchpublikation des von Arnold Jacobshagen herausgegebenen Bandes "Verdi und Wagner - Kulturen der Oper", der im Frühjahr 2014 im Böhlau-Verlag erschienen ist. Der Band präsentiert die Beiträge der Ringvorlesung 2013. Giuseppe Verdi und Richard Wagner waren die bedeutendsten Opernkomponisten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Gegensätze zwischen beiden Künstlern, die einander persönlich nie begegnet sind, scheinen auf den ersten Blick unüberbrückbar: Verdi und Wagner verkörpern zwei unterschiedliche Kulturen des musikalischen Theaters. Doch eröffnet der Vergleich ihrer Kompositionen, ihrer Gesangsästhetik oder ihrer internationalen Dirigententätigkeit viele ungewöhnliche Parallelen. Gemeinsam ist beiden zudem, dass sie zu den führenden kulturellen Repräsentanten ihrer Nationen zählten, in einer Zeit, als Italien und Deutschland sich erstmals in ihrer Geschichte nationalstaatlich konstituierten. Die Bedeutung Verdis und Wagners reicht daher weit über das Gebiet der Musik hinaus. Ihr Verhältnis zur Politik, zur Literatur und zu den Zentren des europäischen Kulturbetriebs steht ebenso im Fokus des vorliegenden Bandes wie die Rezeption beider Künstler bis zur Gegenwart. 

 

Verdi und Wagner: Buchpräsentation und Konzert

Anlässlich der Buchpräsentation des Bandes Verdi und Wagner - Kulturen der Oper, der die Beiträge der Ringvorlesung 2013 umfasst und von Volkswagen gesponsort wurde, findet ein von Prof. Wolfram Breuer geleitetes Konzert mit Szenen und Arien aus Opern von Verdi und Wagner statt. Zur Vorstellung des Buches sprechen der Rektor Prof. Dr. Heinz Geuen, Prof. Dr. Annette Kreutziger-Herr sowie der Herausgeber Prof. Dr. Arnold Jacobshagen. Im Anschluss findet ein Empfang in der HfMT Köln statt.

Dienstag, 10.06.2014, 19:30 Uhr, Raum 13/14

 

Musik im Dialog der Wissenschaften

Ching-Wen Chao (Taipei) 

Komponieren zwischen Taipei und Köln. Vorstellung der Auftragskomposition des Gürzenich-Orchesters 

Dienstag, 03.06.2014, 16:00 Uhr, Raum 13

 

Beethovens Instrumente

Dominik Rahmer (München)

Auf dem Weg zum romantischen Orchester –die Posaune bei Beethoven

Jens Dufner (Beethoven-Haus Bonn)

„Die Harmonie bey Hof ist sehr gut, aber sie haben nichts zu thun.“ – Harmoniemusik und Türkische Musik im Umfeld Beethovens

Regina Oelfe, Jonathan Nuss, Lukas Aretz und Jonas Ort (Posaune)

Montag, 26.05.2014, Beethovenhaus Bonn, Kammermusiksaal

 

Musik im Dialog der Wissenschaften

Marie-Anne Le Roy (Université de Rennes II / HfMT Köln) 

Mediävistik und die europäische Oper der 1820er und 1830er Jahre

Dienstag, 20.05.2014, 16:00 Uhr, Raum 13

 

Beethovens Instrumente

Kai Köpp (Hochschule der Künste Bern)

Geigenklang und Politik: Streichinstrumente zur Zeit Beethovens

Schnitzler-Quartett: Werner von Schnitzler (Violine), Axel Haase (Violine), Florian Glocker (Viola), Sebastian Braun (Violoncello)

Montag, 19.05.2014, Beethovenhaus Bonn, Kammermusiksaal

 

Musik im Dialog der Wissenschaften

Dr. Boris von Haken (Frankfurt/Main) 

Hans Heinrich Eggebrecht und die Vergangenheit

Dienstag, 13.05.2014, 16:00 Uhr, Raum 13

 

Musik im Dialog der Wissenschaften

Katharina Deserno

Cellistinnen. Transformationen und Inszenierungen von Weiblichkeitsbildern in der Instrumentalkunst 

Dienstag, 29.04.2014, 16:00 Uhr, Raum 13

 

Hans Werner Henze in memoriam

Ein Podiumsgespräch über Hans Werner Henze und sein Wirken als Komponist, Lehrer, Dirigent und Initiator mit Detlev Glanert, Florence Millet, Johannes Schöllhorn, Arnold Jacobshagen und Rainer Nonnenmann (Moderation)

29. Oktober 2013

Dienstag 19.30 Uhr im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Tanz Köln

 

Mozart und die Konkurrenz

Michael Hampe, Arnold Jacobshagen, Stephan E. Wehr und Studierende der Opernschule. Arien und Ensembles von Cimarosa, Haydn, Martin y Soler, Mozart, Paisiello, Salieri u.a.

5. November 2013

 

Symposium "Der Kölner Dom und die Musik"

Donnerstag 7. November 2013 um 17 Uhr in der Diözesanbibliothek Köln

Freitag 8. November von 9-18.00 Uhr im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Tanz Köln

 

175 Jahre Max Bruch

Symposion der Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln und der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

 

Der Tenor: Mythos, Geschichte, Gegenwart

Internationale wissenschaftliche Tagung, 27.05.2011-29.05.2011, Schwerte, Katholische Akademie Schwerte, Hochschule für Musik und Tanz Köln; Hochschule für Musik Karlsruhe

Als solistisches Stimmfach von höchstem gesangstechnischen Anspruch und einer besonderen, im Laufe der Jahrhunderte sich wandelnden Aura kommt dem Tenor vor allem in der Geschichte der Oper eine herausragende Bedeutung zu. Während sich die bisherige Forschung zu diesem Thema vor allem auf einzelne Sänger sowie auf ästhetische und gesangstechnische Aspekte konzentriert, soll hier ein deutlichen Akzent auf den Tenor als ein mythenstiftendes Phänomen gelegt werden und dieser somit aus interdisziplinären kulturwissenschaftlichen Perspektiven betrachtet werden. Die Aura der Besonderheit des Tenors ist mit der Ausführung des „hohen C“ in der Bruststimme („ut de poitrine“) eng verbunden. Gleichzeitig manifestiert sich hier ein spezifisches Bild von Männlichkeit, das sich auch im Tenor als dem männlichen Helden der Opernbühne des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zeigt – ein Bild, das durch die Repertoirebildung des Musiktheaters aus diesem Zeitraum auch gegenwärtig weiterhin perpetuiert wird. Der Tenor-Mythos ist mit historischen Figuren wie Gilbert-Louis Duprez, Enrico Caruso, Beniamino Gigli oder Luciano Pavarotti eng verbunden. Kernfragen sind hier die der Konstitution und Manifestation des Mythos sowie die der Rezeption und Wirkung insbesondere im Kontext seiner medialen Verarbeitung.

 

Neue Musik in NRW

Die Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte und der Arbeitskreis Neue Musik im Landesmusikrat NRW laden zum 15. Juni in die Alte Feuerwache nach Köln ein: Stationen: Neue Musik in Nordrhein-Westfalen. Tagung und Konzert

Darstellung anpassen

Schriftgröße